Samstag, 16. Dezember 2017

"The Orville" ist besser als "Star Trek" (und nicht nur "Discovery")

Die erste Staffel von "The Orville" ist in den USA gelaufen, und sie hat nicht nur mich total überrascht.

Das, was in den Trailern wirkte wie ein einfallsloses Fan-Projekt und "Star Trek"-Plagiat, erwies sich als die originellste, unterhaltsamste und sympathischste Serie des Jahres 2017.

Noch nie habe ich so schnell die Wandlung von Skepsis bis Begeisterung hin zu Fanatismus entwickelt wie hier, bei "The Orville".

Nun sind ja bereits viele Videos auf Youtube aufgetaucht, in denen "The Orville" mit "Discovery" verglichen wird. Das wohl sympathischste Video ist das hier.


Ehrlich gesagt: Ich denke gar nicht daran, "The Orville" mit "Discovery" zu vergleichen. Die Frage, was besser ist, ist für mich gar keine Frage.

Der Dreck unter meinen Schuhsohlen ist besser als "Discovery"!

Ich gehe daher weiter. Ich frage:

Ist "The Orville" besser als das "Star Trek", das wir bislang kannten?

Hier sind fünf Elemente, in denen "The Orville" besser ist als "Star Trek":

5. Technobabble

Das Technobabble gehört zu einer Science-Fiction-Serie wie der medizinisch Fachbegriff zu einer glaubwürdigen Krankenhaus-Serie. Man darf es nur nicht übertreiben. Man darf es aber auch nicht untertreiben. Bei der "Next Generation" wurde leider zu oft übertrieben. J.J. Abrams hat dann alles in die Tonne geschmissen und auf das Niveau eines Superman-Comics reduziert, indem irgendeine wundersame "rote Materie" plötzlich alles konnte - durch die Zeit reisen, Sonnen reparieren, Planeten vernichten ...

"The Orville" hat genau das richtige Maß gefunden: Technobabble (meist von Isaac), Nachfrage, was das heißt, Übersetzung in Umgangssprache ... und schon kann es mit den Charakterszenen weiter gehen!

4. Das Privatleben der Figuren

Die mit Abstand schönste Szene in "Star Trek 5: Am Rande des Universums" ist die Szene, in der Kirk, Spock und McCoy am Lagerfeuer sitzen. Es ist sogar eine der schönsten Szenen aller "Star Trek"-Filme. Solche Szenen hatte vor allem das Next-Generation-"Star Trek" viel zu wenig. Dabei sind gerade solche Sequenzen enorm wichtig, damit der Zuschauer sich in einem Science-Fiction-Universum zu Hause fühlt.

Und genau das hat Seth MacFarlane stark ausgebaut. Fast jede Folge zeigt uns Charakterszenen, in denen die Figuren beisammen sitzen und sich einfach nur über Privates oder vollkommen Nebensächliches unterhalten. Eine echte Verbesserung!

3. Kein Beamen

Roddenberry hat das Beamen nur erfunden, weil Szenen mit Shuttles damals für TV-Serien zu aufwendig gewesen wären. Auch glaubte er, die Geschichten damit schneller erzählen zu können. Das Beamen hat aber einen riesigen Nachteil: Es ist ein gewaltiger Deus Ex Machina, weil man aus jeder Gefahrensituation wegbeamen kann. Also braucht es viel Technobabble, weshalb Beamen gerade nicht klappt. Ich habe nie verstanden, weshalb Rick Berman für "Enterprise" nicht zumindest das Beamen abgeschafft hat. Abrams war sogar so blöd, eine Super-Beam-Technik einzuführen, mit der man auf andere Planeten beamen kann.

MacFarlane hat das Beamen abgeschafft. Eine Szene, in der ein Shuttle irgendwo landet, funktioniert heute genauso schnell wie das Beamen. Viele "The Orville"-Folgen hätten aber mit einer Beam-Technik schnell gelöst werden können, man hätte sich also jedes Mal irgendeinen Ionen-Sturm-Hinderungsgrund überlegen müssen.

2. Der Humor

Bei "Star Trek" gab es immer schon Humor. Und er kam auch stets bei den Zuschauern wunderbar an. Episoden wie "Kennen Sie Tribbles" sind Fan-Favoriten. Der Humor aber war meist wenigen Episoden vorbehalten. Ansonsten nahm sich "Star Trek" immer extrem ernst, weshalb "Star Trek" - anders als zum Beispiel "Star Wars" - ein sehr spießiges Image hatte, trotz Filmen wie "Star Trek 4: Zurück in die Gegenwart".

Es wird immer behauptet, "The Orville" nutze den Humor, um als Parodie durchzugehen und um sich nicht dem Vorwurf aussetzen zu müssen, ein Plagiat zu sein. Ich denke aber, der Humor ist ein unverzichtbarer Bestandteil, um die Serie unterhaltsamer zu machen. Der Humor hat in "The Orville" eine ähnlich zentrale Funktion wie in Klassikern wie "Ghostbusters" oder "Zurück in die Zukunft". Seth MacFarlane hat den Humor von "Star Trek" als bislang unterschätztes Element erkannt und ausgebaut.

1. Kein "Enterprise-Material"

In der ersten Barclay-Episode "Hollow Pursuits" sagt Riker an einer Stelle, dass jemand wie Barclay nicht auf die Enterprise gehöre. Denn da sind nur die "besten der besten". Ich denke, mit dieser Aussage hat man "Star Trek" keinen Gefallen getan. Denn plötzlich wirkten die Figuren wie die Klassenbesten aus einem Streber-Club. Dieses elitäre Getue hat sich dann leider fortgesetzt und das spießige Image von "Star Trek" verfestigt.

"The Orville" behauptet das gar nicht. Im Gegenteil! Ed Mercer erfährt gleich zu Beginn, dass er nicht die erste Wahl war, um Captain der Orville zu sein. Die Figuren sind viel durchschnittlicher, und dadurch dem Zuschauer näher. MacFarlane hat jedoch auch nicht den Fehler begangen, die Figuren wie bei "Discovery" zu kompletten Vollidioten zu machen. Die Größe einer Person zeigt sich nicht darin, ob sie Fehler begeht, sondern wie sie mit ihren Fehlern umgeht und was sie tut, um sie zu korrigieren. Genau das macht die Figuren in "The Orville" zu Helden. Und das ganz ohne immer und überall der Klassenbeste gewesen zu sein.

Fazit

Daher komme ich zu dem Ergebnis: Ja, "The Orville" ist das bessere "Star Trek".

Samstag, 9. Dezember 2017

Tarantino und Star Trek

Tarantino will angeblich unbedingt einen nicht jugendfreien "Star Trek"-Film machen.

Das führt mich zu der Frage: Was treibt eigentlich so viele Filmschaffende dazu, "Star Trek" unbedingt in eine zähe Dystopie umzukrempeln zu wollen?

Gut, der Mann hat keine Ahnung. Er will düsteres "Star Trek" mit einem R-Rating, und offenbar hat niemand genug Eier in der Hose, dem guten Herren zu sagen, dass "Discovery" bereits düsteres "Star Trek" mit einem R-Rating ist.

Was mich aber nicht los lässt, ist die Frage, was es denn bitte ist, das so viele dazu antreibt, Roddenberrys positive Version der Zukunft schwarz zu färben? Und welcher Wahn bringt sie dazu, dieses einfallslose Vorgehen dann noch für besonders kreativ und originell zu halten? Und das, nachdem man seit Jahrzehnten nichts anderes tut!

Offenbar finden so manche erst ihren Seelenfrieden, wenn Star Trek durch und durch militaristisch, kriegerisch und finster geworden ist.

Nun würde ja niemand etwas dagegen haben, wenn diese Herren ihre eigene Dystopie entwerfen. Ein neues Science-Fiction-Universum aus dem Gehirn von Tarantino!

Das wäre absolut großartig!

Aber nein, er muss sich ja unbedingt an "Star Trek" vergreifen. Am Besten dann mit dem fünften neuen Layout für Klingonen.

Und erneut die Frage: Warum?

Nach diversen Filmen halte ich Joss Whedon ja ein wenig für überschätzt, aber man muss dem Mann hoch anrechnen, dass er sich mit "Firefly" etwas eigenes überlegt hat. Er hat sich nicht an der klaren Vision eines anderen vergriffen.

Anders als Herrschaften wie Abrams, Kurtzman oder Tarantino. Erneut die Frage: Was versprechen sich diese Herren Künstler davon, ständig Roddenberrys Vorstellung einer positiven Zukunft schwarz zu färben? Ertragen sie es nicht, dass da tatsächlich mal jemand keine Dystopie entworfen hat?

Was treibt diese Leute um?

Zum Glück gibt es Seth MacFarlane. Allein das Staffelfinale von "The Orville", das letzten Donnerstag in den USA lief, war eine tiefe Verbeugung vor den humanistischen Überzeugungen Roddenberrys.

Aber ihn hat man ja kein "Star Trek" machen lassen. Was sich angesichts von "The Orville" vielleicht sogar als Glücksfall herausstellt.

Samstag, 14. Oktober 2017

Star Trek: Discovery

Die Zeiten ändern sich

Wenn mir vor einigen Jahren jemand gesagt hätte, dass mich die Ankündigung einer neuen "Star Trek"-Serie absolut kalt lassen würde, hätte ich ihn für verrückt erklärt.

Aber das war damals, bevor Rick Berman "Star Trek" im Kino mit unsagbar miesen "Next Generation"-Filmen erst gegen die Wand fuhr, und dann ein J.J. Abrams kam, um mit einer überteuerten "Copy & Paste"-Aktion auch noch den letzten Lebensfunken von "Star Trek" auszublasen. Seitdem ist "Star Trek" nur noch eine unkreative Ansammlung von immer gleichen Schablonen.

Vollkommen anders, und doch etwas, das wir schon x-mal hatten

Nun kommt also erneut ein "Star Trek", das vollkommen anders sein will. Blöderweise wollte das auch schon "Deep Space Nine"! Und dann wollte es "Star Trek: Voyager", das hierfür den Maquis einführte und ans andere Ende der Galaxis flüchtete, wo man eben nicht das All erforschen, sondern stets nur "nach Hause" wollte. Und mit "Enterprise" versuchte man dann, das Rad neu zu erfinden, nur eben "dunkler". J.J. Abrams kam dann auf die "geniale Idee", eine Vorgeschichte zu erzählen, die so eigentlich gar nicht stattgefunden hat.

Es geht jetzt gar nicht darum, ob dieses oder jenes gut oder schlecht war. Es geht darum, dass sich "Star Trek" seit etlichen Jahren im permanenten Ausnahmezustand befindet. Stets soll es anders werden, oder es soll rebootet werden.

Gerade jetzt wäre die Zeit reif für klassisches "Star Trek" gewesen.

Stattdessen kam "Star Trek: Discovery". Eine Serie, die erneut von Leuten gemacht wird, die eigentlich gar kein "Star Trek" machen wollen. Leute, die schlichtweg nicht in der Lage sind, die vielen erzählerischen Möglichkeiten von "Star Trek" zu sehen, und die stattdessen nur über die angeblichen Einschränkungen jammern.

Jetzt also erneut eine Vorgeschichte, die vor Kirk spielt, um den lästigen Idealen der Sternenflotte ein Schnippchen zu schlagen.

Die ersten Minuten von "Star Trek: Discovery" könnten Geschichte schreiben

Ich sage es offen, die ersten Minuten der Pilotepisode erwischten mich gleich auf dem gänzlich falschen Fuß. Sie waren nämlich so grottenschlecht, dass sie fast schon wieder ein in sich geschlossenes Kunstwerk sind.

An jeder Filmhochschule könnte man künftig die ersten Minuten von "Star Trek: Discovery" zeigen, um allen Anwesenden innerhalb kürzester Zeit so ziemlich alle "No Go"s vorzuführen, die man beim Drehbuchschreiben begehen kann.

Das beginnt schon einmal mit einer mehr als langweiligen Szene, in der ein Klingone eine endlos lange Rede hält und uns darin seine Motive erläutert. Das ist allein deshalb bescheuert, weil es bei "Star Trek" in der Regel darum ging, die Motive und Ansichten des (oft vermeintlichen) Gegners zunächst einmal herauszufinden. Hier aber werden sie uns als erstes in vollem Umfang aufgetischt, natürlich hochkreativ in einer Rede, die ein Klingone hält.

Ist es ja schon drollig genug, dass man zwar auf der einen Seite etwas "Neues" machen will, dann aber auf der anderen Seite mit den Klingonen kommt, so ist es aus spannungstechnischen Gründen mehr als unsinnig, aus den Zielen und Motiven der Gegner nicht zumindest streckenweise ein Geheimnis zu machen.

Aber diese Szene fand ich gar nicht so grauenhaft. Sie war nur langweilig. Wirklich schlimm war das, was gleich danach folgte.

Im Anschluss daran sahen wir nämlich, wie Captain Georgiou und Commander Burnham auf einem Wüstenplaneten umherwandeln und dabei einen Dialog abliefern, der an Idiotie schlichtweg nicht zu überbieten ist.

Burnham: "Wir kommen in Frieden. Deshalb sind wir hier! Ist das nicht die zentrale Idee der Sternenflotte?"
Georgiou: "Das habe ich Ihnen beigebracht."
Burnham: "Vertrauen Sie mir nicht Captain?"
Georgiou: "Ich vertraue Ihnen mein Leben an, Commander Burnham, aber das ändert nichts daran, dass Sie sich verlaufen haben. Völlig verlaufen."
Burnham: "Genau genommen hätten wir uns verlaufen."
Georgiou: "Wieviel Zeit bleibt uns noch, bis uns der Sturm dort hinten erreicht?"
Burnham: "Ich schätze noch eine Stunde, 17 Minuten und 22 Sekunden. Darum habe ich darauf geachtet, dass wir uns nicht verlaufen. Der Karte nach liegt der Brunnen in dieser Richtung, Captain."

Nein, das ist kein Nitpicking, das ist eine Analyse einer unglaublichen Unfähigkeit von Autoren 

Allein der erste Satz macht stutzig. Commander Burnham erklärt also Captain Georgiou, dass man in Frieden komme. Warum? Welcher Dialog mag hier vorangegangen sein? Hat Captain Georgiou gefragt: "Warum sind wir eigentlich auf diesem Wüstenplaneten?"

Welcher Dialog ist denkbar, der zu Burnhams Antwort "wir kommen in Frieden, deshalb sind wir hier" führen kann, gefolgt von der wohl rhetorischen Frage, ob das nicht die "zentrale Idee der Sternenflotte" sei?

Daraufhin antwortet Georgiou: "Das habe ich Ihnen beigebracht." Ernsthaft? Ich weiß, dies ist eindeutig der völlig hilflose Versuch der Autoren, im Rahmen eines Dialogs zu vermitteln, dass die beiden sich wohl schon länger kennen. Aber ich gehe davon aus, dass auch "zehn Jahre vor Kirk" jeder, um bei der Sternenflotte erster Offizier werden zu können, zunächst so einige schulische und akademische Laufbahnen durchlaufen muss. Und dennoch hat Burnham erst durch ihren Captain "beigebracht" bekommen, dass die Sternenflotte "in Frieden" kommt?

Hat Picard das auch Riker "beigebracht"? Hat Kirk das Spock "beigebracht"? Und was bitte hat Georgiou der guten Burnham noch "beigebracht"? Die Grundregeln einer Demokratie? Das Prinzip der Schwerkraft?

Doch dann erwidert Burnham etwas ganz Raffiniertes, nämlich etwas, das nichts, aber auch überhaupt nichts mit dem Dialog zuvor zu tun hat, nämlich: "Vertrauen Sie mir nicht, Captain?" Eine berechtigte Frage, wir wissen nur überhaupt rein gar nicht, welchen Anlass Burnham hat, jetzt den Captain zu fragen, ob sie ihr nicht vertraue.

Darauf erwidert Georgiou die Überzeugung, Burnham habe sich verlaufen. Was hat das damit zu tun, dass man "in Frieden" kommt? Kann man sich nur verlaufen, wenn man in Frieden kommt? Hat hier irgendein Dialog-Satz irgendwas mit dem Satz zuvor zu tun?

Jedenfalls fragt Georgiou nun plötzlich, wie lange es dauert, bis der Sturm sie erreicht. Und damit kein Missverständnis darüber aufkommt, ob sie damit den Sturm links, recht, oben oder unten meint, sagt sie auch klar: "der Sturm dort hinten".

Wie wir später erfahren, ist Burnham bei den Vulkaniern aufgewachsen. Und während sie bei Georgiou immerhin gelernt hat, dass die Sternenflotte immer "in Frieden" kommt, hat sie bei den Vulkaniern offenbar gelernt, durch den reinen Anblick von Wolken auf die Sekunde genau abzuschätzen, wann ein Sturm eintrifft. (Gut, es kann sein, dass sie damit einen Witz gemacht hat, aber das hätte irgendwer - vielleicht so ein ahnungsloser Wicht wie der Regisseur - den Darstellerinnen sagen sollen, damit sie das irgendwie in ihr Schauspiel für den Zuschauer nachvollziehbar hätten einbauen können. Aber wahrscheinlich konnten weder Schauspielerinnen noch Regisseur diesem Drehbuch irgendeinen Sinn abgewinnen, also hat man die Sätze einfach runtergedreht.)

Dann sagt Burnham, man habe sich also nicht verlaufen, und "der Karte nach" liege "der Brunnen" in einer bestimmten Richtung.

Commander Burnham hat eine Karte???

Und warum blickt man dann nicht zu zweit auf diese Karte? Warum tut Captain Georgiou so, als wisse sie mehr als Commander Burnham?

An diesem Punkt angekommen konnte ich mir als Zuschauer die Szene nur so erklären, dass es sich hierbei um eine Art Test handelt. So eine Art Adventure-Spiel-Test für Offiziere, und Captain Georgiou weiß alles, während Burnham herausfinden muss, was zu tun ist. Alles andere ergab für mich hier keinerlei Sinn. (Und tat es dann ja danach auch nicht.)

Ja, ich weiß, ich spreche hier immer noch nur über die ersten Minuten

Der Dialog geht aber weiter:

Burnham: "Die Dürre wird 980 Jahre andauern. Dadurch sind die Crepusculaner vom Aussterben bedroht. Sehen Sie diese Eierbeutel? Darin wächst der Nachwuchs heran."
Georgiou: "Sie haben hier seit über 1000 Jahren überlebt, Michael."
Burnham: "Ja, aber wenn wir jetzt nichts unternehmen, werden sie keine 1000 Stunden mehr überleben. Hm. Ein Meteoriteneinschlag hat so viel Strahlung freigesetzt, dass ein Großteil des Grundwassers verdampft ist. Wenn wir helfen können, ohne Kontakt herzustellen, verstoßen wir nicht gegen die oberste Direktive. Und da ist der Brunnen auch schon."
Georgiou: "Da hatte ich wohl Unrecht."
Burnham: "Oh, ihr Kleingläubigen."
Georgiou: "Ich hab nie gezweifelt. Wie viel Energie ist nötig, um das Gestein zu durchdringen?"
Burnham: "0,7 Impuls bei Stufe 13,5."

In diesem Dialog befinden sich jede Menge Informationen, die hier schlicht und ergreifend nicht hingehören. Diese Informationen gehören in einen Logbuch-Eintrag.

Die Logbuch-Einträge von "Star Trek" waren immer eine extrem effiziente und elegante Methode, dem Zuschauer mitzuteilen, was er wissen muss. Einfach, weil die Figuren der Serie in der Regel lange vorher wissen, weshalb sie einen bestimmten Planeten aufsuchen. Sie teilen es sich nicht erst gegenseitig mit, wenn sie sich bereits auf dem Planeten befinden.

Denn wie soll ich mir dieses Szenario vorstellen?

Dass eine lange Dürre droht und dass die Crepusculaner vom Aussterben bedroht sind, müssen doch beide Figuren zu diesem Zeitpunkt längst wissen. Denn das war ja zweifellos der Grund, weshalb man überhaupt gemeinsam zu dem Brunnen aufgebrochen ist. Es gibt keinen Grund für Burnham, dies kurz vor dem Ziel noch einmal zusammenzufassen.

Auch dass die Eierbeutel nicht nur Dekoration des Alien-Osterhasen sind, dürfte Captain Georgiou zu diesem Zeitpunkt klar sein. Und was die Ursache des Problems war, nämlich der Meteoriteneinschlag, kann ihr doch auch bislang unmöglich als Information gefehlt haben.

Oder soll es wirklich so gewesen sein, dass Commander Burnham die gute Captain Georgiou über gar nichts informiert hat? Ist Georgiou zusammen mit Burnham aufgebrochen, so nach dem Motto: "Kommen Sie mal mit mir mit, weshalb, das verrate ich Ihnen später!"

Wer jetzt sagt "ja, könnte doch so gewesen sein", den muss ich leider enttäuschen! Denn als die beiden den Brunnen erreichen, fragt Captain Georgiou sehr konkret, wie viel Energie nötig ist, um das Gestein im Brunnen zu durchdringen. Dabei zückt sie bereits ihre Waffe. Sie weiß also ganz genau, was der Plan ist, sonst hätte sie sich nämlich auch das erklären lassen müssen. Aber sie wusste die ganze Zeit über, dass man einen Brunnen sucht, in den man mit einem Phaser hineinschießen muss, um irgendwie das Wasserversorgungsproblem des Planeten zu lösen. Daher braucht Georgiou von Burnham nur noch die Information, auf welche Stufe sie ihren Sternenflotten-Thermomix einstellen muss, um das Gestein zu durchdringen.

Immerhin, die Werte errät Burnham diesmal nicht durch einen Blick in die Luft, sie liest die Werte von einem Scanner ab. Das ist ja fast schon sowas wie Glaubwürdigkeit.

Captain Georgiou schießt dann drei Mal in den Brunnen, ohne dass erklärt wird, woher sie weiß, dass dreimaliges Schießen zum Erfolg führt und nicht zu viel oder zu wenig ist.

Und jetzt wird es wirklich blöd. Und ich meine, wirklich blöd!!!

Aus dem Brunnen sprudelt Wasser wie aus einer Ölquelle hervor (ein interessanter Brunnen, aber gut), und beide gucken recht zufrieden aus der Wäsche. Es war also das, worauf es ankam.

Georgiou: "Georgiou an Shenzhou. Zwei zum Hochbeamen."
 (es kommt keine Antwort)
Burnham: "Der Sturm zieht schneller auf, als ich dachte. Es wird schwer für das Schiff, unsere Signaturen zu erfassen. Wenn wir Lieutenant Saru nicht kontaktieren können, sind wir hier gefangen, bis der Sturm vorbeizieht."
Georgiou: "Gehen wir spazieren."
(Die beiden gehen los.)
Georgiou: "Folgen Sie meiner Spur Michael. In gerader Linie."
Burnham: "Wozu? Captain, wohin gehen wir?"
Georgiou: "Nun müssen Sie mir vertrauen, Nummer Eins."
Burnham: "Dann sind wir wirklich verloren. - Wir sind mit bloßen Auge nicht zu erkennen, und ohne einen Stern können wir keinen Kurs setzen. Ist es klug, sich von der Siedlung zu entfernen?" 
Georgiou: "Es ist kaum zu glauben. Sie dienen unter mir schon seit über sieben Jahren. Ich finde, es wird langsam Zeit, dass wir über ein eigenes Kommando für Sie nachdenken."
Burnham: "Das weiß ich zu schätzen, Captain. Allerdings wüsste ich das noch mehr zu schätzen, wenn es eine Chance gäbe, auf das Schiff zurückzukehren."
Georgiou: "Gehen Sie einfach weiter, Michael. Was würden Sie tun, wenn Sie für 98 Jahre hier festsitzen würden?"
Burnham: "Was gar nicht so unwahrscheinlich ist, wenn wir hier nicht in der Wüste sterben."
Georgiou: "Mal angenommen, Sie überleben."
Burnham: "Als Xenoanthropologin könnte ich mich den Ureinwohnern zu erkennen geben. Ihre Kultur kennenlernen. Mich anpassen. Soweit es möglich ist. Und Sie Captain? Was würden Sie in den 98 Jahren hier machen?"
Georgiou: "Ich würde ganz einfach von hier fliehen!"
Burnham: "Das sind unsere Spuren. Sie haben uns im Kreis geführt."
Georgiou: "Nicht unbedingt im Kreis." 
Die Shenzhou erscheint am Himmel, aus unerfindlichen Gründen spielt dabei die Musik, die bisher ausnahmslos bei der Enterprise zu hören war. Ich gehe aber schlicht davon aus, dass die Macher dies eben nicht für die Musik der Enterprise, sondern für die Musik von "Star Trek" halten.
Burnham: "Wie haben die uns gefunden?"
Georgiou: "Durch einen Stern."
Daraufhin beamen beide hoch. Man sieht, dass die beiden im Sand die Form des Sternenflottensymbols gelaufen sind.

Zunächst einmal: Die beiden sind also auf den Planeten gebeamt und hatten eine Karte von dem Brunnen, den sie suchten.

Warum also in aller Welt haben sie sich nicht direkt zum Brunnen beamen lassen? Wer jetzt sagt: Ja, das Beamen geht ja nicht, dem muss ich widersprechen. Das Beamen klappt wegen des Sturms nicht, der Sturm wurde aber erst in den letzten Minuten schlimmer. Und daher ist Georgiou ja auch überrascht, als sie keinen Kontakt zur Shenzhou herstellen kann.

Nachdem das Beamen also nicht mehr klappt, laufen beide los, wobei Georgiou nicht verraten will, was ihr Plan ist. Daraufhin sagt Burnham etwas besonders Seltsames: "Wir sind mit bloßen Auge nicht zu erkennen, und ohne einen Stern können wir keinen Kurs setzen." Der Satz ist so idiotisch, dass ich zunächst von einem Übersetzungsblödsinn ausging. Zu Unrecht, der Satz kommt exakt so im Original vor.

Wer will hier bitte wen mit bloßem Auge erkennen? Die Shenzhou? Guckt man dort für gewöhnlich mit "bloßem Auge" auf die Oberfläche runter, bevor man Leute versucht, hochzubeamen?

Dann meint Burnham, man könne "ohne Stern" keinen Kurs setzen. Hat sie nicht ihren ach so nützlichen Scanner? Ist der aufgrund des Sturms gleich vollkommen wirkungslos geworden? Als Antwort erwidert Georgiou aber nur, dass sie möchte, dass Burnham ihr eigenes Kommando erhält. Gefolgt von der Frage, was Burnham tun würde, wenn sie 98 Jahre auf dem Planeten festsitzen würde.

Wieso in aller Welt würde bitte irgendwer der beiden 98 Jahre auf dem Planeten festsitzen? Würde die Shenzhou nach dem erfolglosen Beamen einfach wieder verschwinden? Würde man nicht ein Shuttle losschicken? Einen Suchtrupp? Immerhin muss denen ja ungefähr bekannt sein, wo sich die beiden befinden.

Burnham meint dann, dass sie sich in diesem Fall als Xenoanthropologin den Einwohnern zu erkennen geben würde.

Ach was! Als Xenoanthropologin darf man das? Sagte sie nicht nur wenige Sätze zuvor, dass eine Kontaktaufnahme ein Verstoß gegen die oberste Direktive wäre. Ja, was denn nun?

Ergibt irgendetwas in diesem Dialog irgendeinen Sinn?

Plötzlich stößt man auf die eigenen Fußspuren. Das hat folgenden Grund: Captain Georgiou war im Sand die Kontur des Sternenflottensymbols gelaufen.

Sollen wir also annehmen, dass Fräulein Superschlau mit dem männlichen Vornamen den ganzen Weg über nicht gemerkt hat, dass man eine bestimmte Kontur gelaufen ist?

Und just erscheint auch schon die Shenzhou am Himmel, denn wie sich herausstellt, konnte man also vom Orbit aus nicht Georgiou und Burnham erkennen, wohl aber eine Fußspur im Sand.

Diese Fußspur hat also die Shenzhou durch die dicke Wolkendecke hindurch vom Orbit aus sehen können, nicht aber die beiden Offiziere!!!

Es ist eine auch ansonsten beeindruckende Fußspur, hält sie doch dem heftigen Sturm vollkommen stand und wird nicht etwa wieder verweht! Normalerweise würde man meinen, dass Fußspuren im Sand das erste sind, das einem Sandsturm zum Opfer fällt.

Ehrlich gesagt, das ist ein Niveau, bei dem ich es noch nicht einmal fertig brächte, einem zehnjährigen Fan-Story-Autor irgendetwas Wohlwollendes zu sagen.

So viel Blödsinn auf einem Haufen ist schlichtweg jenseits von Gut und Böse.

Völlig sinnfrei waren auch die Sequenzen, in denen man sah, wie einige Crepusculaner herumlaufen. Diese dienten weder irgendeiner Spannung, noch hatten sie irgendeine irgendwie geartete Konsequenz. Sie wirkten eher wie ein: "Da brauchen wir noch ein paar CGI-Aliens, damit es nach irgendwas aussieht."

Nur Personen, die mit Science Fiction und "Star Trek" rein gar nichts am Hut haben (mit anderen Worten die Leute in der CBS-Chefabteilung), können einen solchen stümperhaften Unfug, der unzählige Millionen kostet und der immerhin das Flaggschiff für einen neuen Streaming-Dienst werden soll, durchwinken.

Aber als Trekker muss man doch aufgeschlossen und tolerant sein

Man mag es mir verübeln, wenn ich nach den offenbar strahlungsverseuchten Mutations-Klingonen zu Beginn und nach diesem geballten Schwachsinn als Einleitungssequenz, nicht gerade positiv gestimmt war, was den Rest der Episode anging.

Spätestens jetzt wird man als Trekker meist belehrt, dass man als Fan von "Star Trek" doch aufgeschlossen und tolerant sein sollte.

Das ist natürlich purer Schwachsinn.

Meine Aufgeschlossen- und Offenheit hebe ich mir für meine Mitmenschen auf. Das hier ist jedoch ein kommerzielles Produkt. Ich muss hier genauso wenig "aufgeschlossen" sein wie beim iPhone X oder bei der XBox One X. Ich kann diese Produkte auch ungeprüft und ohne längere Testphase als für mich uninteressant und wertlos erachten.

Goldig finde ich auch die permanenten Belehrungen, "Star Trek" müsse eben mit der Zeit gehen, und man müsse akzeptieren, dass "Star Trek" eben nicht mehr so aussehen könne wie zu Kirks Zeiten.

Es ist spaßig, was ich alles "muss".

Offenbar muss man vor allem Dinge einsehen, die man gar nie gefordert hat.

Ich will mich hier übrigens gar nicht verteidigen. Jeder kann gerne der Meinung sein, dass ich hier wenige Sätze überbewerte und dass ich der Serie ohnehin nie eine Chance geben wollte.

Allein fürs Protokoll möchte ich jedoch ohne Rechfertigungsansatz feststellen: Ich bin bei dieser Serie bis zum Beginn der dritten Folge gekommen. Und das ausnahmslos NUR deswegen, weil diese Serie die Wörter "Star Trek" im Titel trägt.

Ohne den "Star Trek"-Bonus wäre ich bei diesem stümperhaften Unsinn eindeutig nicht über den faden Vorspann hinausgekommen.

Und das liegt nicht daran, dass ich keine dunkle Science Fiction mag. (Das Remake von "Battlestar Galactica" hat mich von Anfang an gepackt, dieser Serie blieb ich bis zum Ende treu.)

Es liegt daran, dass alles, was ich bislang von "Star Trek: Discovery" sah, grottenschlecht war. Und dass ich die Nase voll habe, mir immer wieder bodenlos schlechtes "Star Trek" vorsetzen zu lassen.

Der Rest

Wie schon gesagt: Ich habe mir die ersten zwei Folgen dann noch zu Ende angesehen.

Ich sah viele dunkle Kulissen, bei denen dennoch ständig Lense-Flares aufblitzen. Manchmal glaubte ich auch, ich sei in einem Albtraum gefangen, der von Scarecrow aus dem Batman-Universum erzeugt wurde, denn warum war die Kamera immer so schief wie bei der 1960-er "Batman"-Serie?

Der Rest der Episode war nicht besser. Es wurde unentwegt behauptet, Michael Burnham (blöder Name übrigens, zu Beginn habe ich immer Berman verstanden) sei so unglaublich genial, ohne dass man diese Genialität auch nur ein einziges Mal als Zuschauer erleben durfte.

Einen noch krasseren Verstoß gegen die "Show, don’t tell"-Regel habe ich wirklich in noch keiner einzigen Serie erlebt.

Ich habe dann noch erfahren, dass Michael Burnham von Spocks Vater Sarek ganz erstaunliche Sachen beigebracht bekommen hat.

Michael Burnham kann also Wolken auf die Sekunde genau fehleinschätzen, kann mit Sarek über Lichtjahre hinweg per Telepathie kommunizieren, beherrscht den Nackengriff und darüber hinaus wahrscheinlich noch die Fünf-Punkte-Pressur-Herzexplosions-Technik.

"Genial" ist sie deswegen noch nicht.

Oder soll es "genial" sein, dass Burnham unbedingt auf die Klingonen feuern will, weswegen sie vor Genialität strotzend sogar meutert? Ist es genial von ihr, dass sie nach einem Angriff der Klingonen, eingesperrt von einem Schutzfeld, einen Computer, der wohl beim sprechenden Toaster von "Red Dwarf" in die Lehre gegangen ist, davon überzeugen muss, dass es unethisch wäre, wenn er sie ersticken lässt?

Ist es genial von ihr, dass sie einen erstaunlich winzigen Mini-Torpedo in einer klingonischen Leiche verstecken will, da die Klingonen in diesem angeblichen Nicht-Reboot ein vollkommen neues Interesse an Leichen entwickelt haben? Und das, obwohl sie unbedingt den Klingonen T'Kuvma (klingt der Name nicht eher vulkanisch?) lebend gefangen nehmen will.

Nachdem sie wegen der lebenden Gefangennahme von T'Kuvma lange auf Captain Georgiou eingeredet hat, erschießt sie dann übrigens vor Genialität strotzend den Klingonen aus Wut.

Into Darkness und ein paar Bier zu viel … oder noch immer zu wenig 

Ich habe dann noch die dritte Folge von "Star Trek: Discovery" begonnen, und mir davor ein paar Bier reingezogen. Ich dachte, ein paar Bier könnten nicht schaden. Das war wohl irgendwie eine Fehleinschätzung. Oder goldrichtig, wie man es nimmt.

Ich gebe nämlich zu, dass ich dabei nach zehn Minuten eingeschlafen bin.

Ich erinnere mich noch, dass diese Sternenflottenoffiziere mit Sätzen wie "Die Sternenflotte will, dass wir auch die Tiere füttern." oder "Wie ich sehe laden wir heute wieder allen möglichen Müll aus." um sich warfen. Mit anderen Worten: Gegen diese Offiziere wirken die Marines aus dem zweiten "Alien"-Film wie Philosophie-Professoren.

Das scheint übrigens ein merkwürdiges Phänomen zu sein: Immer, wenn "Star Trek" "dunkler" gemacht werden soll, schießt man vollkommen übers Ziel hinaus. Die Maquis waren nicht etwa nur rebellierende Sternenflottenoffiziere, nein, bei denen galt das Faustrecht, wie Chakotay in einer Voyager-Episode darlegte. Genau dann aber kann ich diese Maquis nicht mehr ernst nehmen.

Picard musste ja gleich zum halbwahnsinnigen Ahab mutieren, als er im Kino mit den Borg konfrontiert wurde. Borg-Trauma hin oder her, das war Picard im permanenten Ausnahmezustand, der mit der Serie nicht in Einklang zu bringen war.

Und jetzt macht man aus Sternenflotten-Offizieren Figuren, die in einem "Alien"-Film als komplette Vollidioten negativ herausragen würden.

Respektlos

Machen wir uns nichts vor. Alex Kurtzman hält uns Fans für absolute Vollidioten.

Er glaubt, wir würden sofort in unkontrolliertes Jubeln ausbrechen, wenn sich Cumberbatch im zweiten "Star Trek"-Reboot-Streifen als Khan zu erkennen gibt. Er glaubt, dass wir voll darauf abfahren, wenn Klingonen minutenlang klingonisch reden. Und er glaubt, dass all diese Elemente reichen, damit wir doch immer wieder begeistert einschalten und uns dann in Foren darüber die Köpfe heiß reden.

"Star Trek" steht und fällt mir seinen Figuren. Wer in einen "Star Trek"-Film geht, der will Kirk und Spock sehen. Oder er will Picard und die anderen sehen. Und zwar, weil diese Figuren ihn begeistert haben. Weil es Figuren waren, deren Einzigartigkeit nicht nur Behauptung blieb, sondern gezeigt wurde. Daher war man bereit, diesen Figuren immer und immer wieder - über hunderte Folgen hinweg - in spannende Abenteuer zu folgen.

Die Autoren von damals hatten Respekt gegenüber diesen Figuren, und daher hatten wir es auch als Zuschauer.

Das hier aber verdient meinen Respekt nicht. Einfach deshalb, weil die Macher dieser Serie keinen Respekt haben. Weder vor ihren Zuschauern, noch vor ihren eigenen Figuren.

Modernes Star Trek

Der zweite "Star Trek"-Reboot-Filmtitel "Into Darkness" war offenbar mehr als nur ein Filmtitel. Er war ein Omen, wohin es mit "Star Trek" gehen soll. Nämlich in stockfinstere Dunkelheit.

Selbst Gerichtsverhandlungen sind jetzt also in der Dunkelkammer. Aus stilistischen Gründen, versteht sich. Denn das ist ja spätestens seit J.J. Abrams das neue Motto für "Star Trek": "Style over Substance". Und ich als Trekker habe dann gefälligst einzusehen, dass diese Substanzlosigkeit in der heutigen Zeit alternativlos ist.

Ich aber glaube: Ja! Es kann sehr wohl modernes "Star Trek" geben, das Substanz hat. Und nein, dieses "Star Trek" muss nicht zwangsläufig so "retro" sein, wie es Seth MacFarlane aktuell so großartig und wundervoll mit der Serie "The Orville" hinbekommt. (Diese Serie wird hier noch besprochen.)

Warum kein "Game of Trek"? Mit verschiedenen Schauplätzen und Völkern. Da hätte sich sogar ein Prequel angeboten, denn in einem solchen hätte man zum Beispiel erklären können, was aus den Andorianern geworden ist und weshalb man sie im 24. Jahrhundert nicht mehr zu sehen bekam.

Aber gerade dafür braucht es starke Figuren.

Auch wenn es niemand ohne längeres Nachdenken glauben mag: Die Serie "Game of Thrones" und "Star Trek: The Next Generation" haben mehr Gemeinsamkeiten als "Game of Thrones" und dieses angeblich so moderne "Star Trek: Discovery". Denn die meisten Figuren aus "Game of Thrones" verhalten sich eher so, als seien sie bei Picard in die Schule gegangen. Daher gibt es in "Game of Thrones" extrem viele lange und sehr gute Dialogszenen. Und genau die bringen dann die wiederum genial inszenierten Action-Szenen erst so richtig zur Geltung. Weil man dann in diesen Schlachten mit den Figuren mitfiebert.

Alle loben immer den "Next Generation"-Zweiteiler "Best of Both Worlds" und sagen, so hätte die "Next Generation" von Anfang an sein sollen. Natürlich wäre "The Best of Both Worlds" ein besserer Pilotfilm gewesen als "Encounter at Farpoint". Aber seine massive Wirkung konnte "The Best of Both Worlds" erst entfalten, nachdem die Autoren drei Staffeln zuvor die Figuren aufgebaut hatten.

Was ich mir wünsche

Eine andere Frage ist aber: Will ich überhaupt modernes "Star Trek"? Will ich ein "anderes" "Star Trek"?

Seit dem Ende von "Star Trek: The Next Generation" versucht "Star Trek" ständig verzweifelt, irgendeinem Zeitgeist hinterherzulaufen. So als hätten die Borg gesiegt und "Star Trek" nun gezwungen, sich assimilieren zu lassen.

Ich aber habe die Nase voll von all dem "Star Trek", das ganz anders sein will und sich dabei ganz toll vorkommt.

Witzigerweise hat mir ausgerechnet "The Orville" klargemacht, wie sehr ich dieses klassische "Star Trek" vermisst habe. Wie sehr ich es vermisst habe, ein Schiff zu erleben, auf dem ich ebenfalls sein möchte. Wie ich es vermisst habe, Figuren zu erleben, die ich mag. Wie extrem ich es vermisst habe, eine Serie zu erleben, die mir Woche für Woche immer wieder etwas völlig Neues liefert, und nicht das stets gleiche.

Ja, von mir aus kann sich "Star Trek" weiter modernisieren, wenn es dabei wirklich gut ist. Aber wirklich wünschen würde ich mir ein "Star Trek", das wieder so ist wie das "Star Trek", das mich überhaupt erst zum Fan gemacht hat.

Wie gesagt: Vielleicht hätte mich ein modernes "Star Trek" überzeugen können, wenn es wirklich gut gemacht wäre. Man stelle sich vor, "Star Trek: Discovery" wäre ähnlich großartig wie "Game of Thrones". Mit fesselnden Figuren und echter Spannung. Vielleicht hätte ich dann gesagt: Ja, so muss modernes "Star Trek" sein.

Aber genau das ist bei "Star Trek: Discovery" eben nicht der Fall.

"Star Trek: Discovery" hat eindrucksvolle Effekte, die dennoch phantasielos wirken. Die Serie hat miserable Drehbücher und zieht seinen Unterhaltungswert nur aus den gelegentlichen Schauwerten der Action, nicht aus dem Interesse am Schicksal der Figuren.

Ich will nicht ausschließen, ob ich nicht doch irgendwann noch die fehlenden Episoden von "Star Trek: Discovery" nachholen werde. Aber ich gebe zu: Die Serie ist für mich ein Ärgernis. Ein Ärgernis, weil erneut eine Chance vertan wurde, wirklich gutes "Star Trek" zu machen.

Daher glaube ich im Moment tatsächlich auch nicht, dass es überhaupt sinnvoll wäre, die Serie weiter zu verfolgen. Das ganze reicht leider noch nicht einmal für einen leidenschaftlichen "Hate-Watch", worüber ich mich Woche für Woche auslassen könnte.

Im Moment erfreue ich mich eher an "The Orville", zu dem ich hier bald etwas schreiben werde.

Donnerstag, 4. Mai 2017

Vorbereitung auf "Twin Peaks"

In wenigen Wochen geht es mit "Twin Peaks" weiter. Und ich werde die neuen Folgen ausführlich besprechen. Zur Vorbereitung gibt es das hier.

Donnerstag, 8. Dezember 2016

Bio-Öl im Benzin, Mineralöl im Veggie-Food

Der "Veggie-Boom lässt nach" heißt es auf Spiegel-Online. Schuld seien die mangelhaften "Ersatz-Produkte", also Lebensmittel, die versuchen, Wurst oder Fleisch zu imitieren. Doch dann lese ich in besagtem Spiegel-Artikel, dass allerlei Tests immer wieder eine "überraschend hohe Belastung" mit Mineralölbestandteilen in den Veggie-Produkten gefunden hätten. Und ich denke: Was? Wieso ist denn da Mineralöl im Veggie-Essen? Soll es etwa als "vegane" Alternative zu tierischen Fetten dienen oder was? Natürlich geht der Artikel da nicht groß darauf ein, da muss man schon ein wenig nachforschen. Und die Antwort ist ganz simpel: Es liegt an Verpackungen, die aus Recycling-Papier hergestellt wurden. Der gefährliche Stoff steckt in der Druckfarbe des Ausgangspapiers, und der ist offenbar hoch aggressiv. Natürlich wird für die meist "öko-bewusste" Zielgruppe der Veggie-Esser gerne Recycling-Verpackung genommen. Nachdem sich das mit dem Öl-Rückständen allerdings rumgesprochen hat, wird für Verpackung in der Regel kein Recycling-Material mehr verwendet. Zwar ist unklar, ob dieses Öl überhaupt negative Auswirkungen auf den Körper hat, aber zumindest hat es negative Auswirkungen auf Testergebnisse. Nur ist dieses Zeug wohl so aggressiv, dass es auch von benachbarten Verpackungen oder aus Transportverpackungen stammen kann. Das wandert dann sowohl durch Papphüllen wie auch durch Folienverpackungen. Es hat aber nichts damit zu tun, dass ein Produkt ein "Veggie-Produkt" ist. Das Zeug fand sich auch schon in der Schokolade Weihnachtskalendern und Bio-Müsli.

Dienstag, 1. November 2016

Jetzt schlägt's 31

Als Horrorfan hatte man es nie leicht, aber zurzeit hat man die Wahl zwischen weichgespültem Mainstream und den härteren Sachen, die sich entweder "Texas Chainsaw Massacre" oder "Tanz der Teufel" zum Vorbild nehmen. Rob Zombie war daher immer so eine kleine Hoffnung, ein Regisseur mit seinem eigenen Stil, der es versteht, Spannung zu erzeugen. Leider enttäuscht sein neuester Film "31". Das ist schade. Es wäre an der Zeit gewesen, dass wieder einmal jemand die langweilige Belangslosigkeit des Genres durchbricht

Donnerstag, 11. August 2016

Beyond ... ja was eigentlich?

Zu Beginn von "Star Trek: Beyond" hat Kirk bereits von seiner Fünf-Jahres-Mission genug, zu sehr steckt er in der Alltagsroutine fest. Und Spock stellt nach zweieinhalb Jahre langem Nachdenken fest, dass er wohl doch besser beim Wiederaufbau der vulkanischen Welt helfen sollte.


Am Ende des Films findet Spock dann ein Bild des alten Spocks mit der Classic-Crew. Schon im ersten Film der "Kelvin-Zeitlinie" sagte der alte Spock zu seinem jüngeren Ich, er möge sich doch unbedingt mit Kirk befreunden. Hier kommt die Botschaft über ein Bild. Das ist so witzlos wie billig. Genauso hätte in "Smallville" das ältere Ich von Lex Luthor in die Vergangenheit reisen und seinem jüngeren Ich sagen können, er möge sich doch mit Clark Kent verfeinden, weil das eben so sein muss.

Und Kirk erkennt nach vielen toten Crewmitgliedern und einer geschrotteten Enterprise, dass das Arbeiten im All offenbar doch nicht so langweilig ist. Oder er glaubt, der Posten des Captains sei zwar langweilig, der ihm angebotene Posten des Vize-Admirals aber offenbar noch langweiliger. Also bleibt er Captain. Und wahrscheinlich halten die Autoren das auch noch für einen gelungenen "Charakter-Arc".

So absurd und sinnlos derartige "Entwicklungen" sind, lassen sie doch tief blicken. Die Figuren stellen genau die richtigen Fragen, nämlich: Warum den eigenen Vorbildern nacheifern? Was soll dabei herauskommen?

Herausgekommen ist jedenfalls ein Film, der zeigt, dass die Kelvin-Zeitlinie am Ende ist, bevor sie überhaupt begonnen hat. Und es zeigt: "Star Trek" funktioniert nur, wenn es nach vorne sieht, nicht, wenn es dauernd zurückblickt und seine eigenen Figuren und sein Universum auf Zitate reduziert, die mehr und mehr phrasenhaft wirken.

Besonders ärgerlich wird es, wenn das langweilige Herumwandern auf einem einfallslosen Planeten dann auch noch als "Hommage" an die Classic-Serie gesehen wird. Wer das behauptet, der hat nie die Magie erfahren, die von der Classic-Serie ausging. Nein, so wenig wie Luke Skywalker eben nur auf Wüstensand herummarschierte, tat man das in der Classic-Serie.

In diesem Universum gibt es nichts mehr zu entdecken. Nur noch die selbstverliebte Nabelschau, die so manchem Fan vielleicht ein Überlegenheitsgefühl gibt, weil er Anspielungen erkennt, die anderen entgehen. Der Planet, auf dem die Crew notlandet, beherbergt nichts außer einem Bösewicht, der so einfallslos ist wie viele vor ihm in den "Star Trek"-Filmen. Das ist zu wenig, um noch irgendeine Daseinsberechtigung zu haben. Da wird auch der angeblich so anspruchslose Mainstream-Kinogänger, der ja angeblich nur auf Action und Lärm aus ist, nicht auf seine Kosten kommen.

Den ersten "Star Trek"-Film der "Kelvin-Zeitlinie" empfand ich als Ärgernis. Der zweiten als absurden Blödsinn. Den hier aber finde ich zum Gähnen langweilig.

Dienstag, 2. August 2016

Remake von "Der Mann aus dem Meer"

Raffiniert, raffiniert.

Da gab es einst eine Serie, die hieß "Der Mann aus dem Meer", oder auch "Der Mann aus Atlantis", mit Patrick Duffy in der Titelrolle.

Ich vermute, Disney wollte ein Remake davon machen, bekam aber die Filmrecht nicht. Was also tun?

Ganz einfach: Man behauptet einfach, man plane ein Remake von "Splash - Eine Jungfrau am Haken", und man habe dafür, wie es ja seit "Ghostbusters 2016" üblich ist, die Geschlechterrollen vertauscht.

Der Film "Splash - Eine Jungfrau am Haken" ist für diese Ausrede allein deshalb perfekt, weil damals schon das Original keiner sehen wollte. Shitstorms dürften also ausbleiben.

Channing Tatum ist angeblich die "Meerjungfrau". Nur halt eher als "Meermann", und dann wohl wahrscheinlich auch noch ohne Fischschwanz - wie eben einst beim "Mann aus Atlantis".


Marketing braucht Disney auch keines mehr, das besorgt dann das Internet mit Schlagzeilen wie "Is Channing Tatum Ready to Play a Mermaid?" Tja, die Frage ist absolut berechtigt: Hat Channing Tatum genug Erfahrung, um diesen großen Sprung zu machen und die anspruchsvolle Rolle mit der Beschreibung "Mann in Badehose" zu verkörpern? Ist er bereit dafür? Auch bei Disney wird man sicher lange gegrübelt haben, ob man diesen komplexen Part nicht doch lieber einem erfahrenerem Schauspieler wie William Shatner oder Harrison Ford geben sollte.

Samstag, 23. Juli 2016

Vorbereitung auf den "Star Trek"-Film


Es ist soweit. Ein neuer "Star Trek"-Film ist angelaufen, und ich werde ihn mir heute ansehen.

Seit dem ersten "Next Generation"-Film benimmt sich "Star Trek" im Kino wie der kleine Nerd, der unbedingt cool sein möchte, um sich bei den "angesagten" Kids einzuschleimen.

Es ist kein Trend, der mit den "Abrams-Filmen" und der neuen Zeitlinie begann. Er begann mit den "Next Generation"-Filmen. Erst erhielt Data seinen "Emotions-Chip", dann zogen die anderen nach. Sie wurden jünger, rebellischer, actionreicher. Picard hangelt sich im Muscle-Shirt an Seilen herum, und ständig wurde Befehle missachtet. Das war so dämlich wie bei Martin aus "Die Simpsons", der glaubt, er sei cool, wenn er eine Sonnenbrille trägt und die Schule schwänzt.

Sonntag, 30. Juni 2013

Mann aus Stahl

Der neue Superman-Film "Man of Steel" lässt mich ein wenig ratlos zurück.

Ich denke, als Film funktioniert das ganze. Es ist spannend, emotional mitreißend, optisch eindrucksvoll und voll von originellen und cleveren Ideen. Da "Superman" inzwischen zwei "Origin-Storys" hat - die eine auf Krypton, die andere in Smallville - fand ich es zum Beispiel sehr clever, die zweite Origin-Story in Rückblenden zu erzählen.

Aber ich bin mir einfach nicht sicher, ob "Man of Steel" das ist, was man als "guten" Superman-Film bezeichnen kann.

Dieser Superman ist depressiver und geht damit ganz klar mehr in die Richtung der jüngsten Batman-Filme. Und ich gehöre nicht zu denen, die sagen: Superman darf nicht ernster sein, das darf nur Batman. Auch wenn ich mir tatsächlich gewünscht hätte, man hätte mit aktuellen Filmtechniken die bunte und "heile" Superman-Welt in ein modernes Kinospektakel umgesetzt. (Und wenn es spannend ist, würde es auch genug Zuschauer anlocken.)

Doch wie gesagt: Dieser Superman funktioniert für mich, und vielleicht ist die "heile" Superman-Welt in der Christopher-Reeve-Phase so perfekt umgesetzt worden, dass man besser die Finger davon lässt.

Mir ist aber nicht ganz klar, was dieser Film eigentlich sein will. Die Kampfszenen sind umwerfend und in ihrer Übertreibung absolut Superman- und Comic-gerecht. Endlich wurde ein typischer Superman-Zweikampf so dargestellt, wie man es vorher allenfalls aus Zeichentrick-Filmen und -Serien kannte. Da schleudern sich Superman und der Bad Guy mit Wucht durch mehrere Häuserschluchten und Tankstellen, dass es nur so kracht und scheppert.

Das ist witzig und macht Spaß. Dummerweise bleibt einem hier doch irgendwann das Lachen im Halse stecken, weil bei diesem Kampf der Giganten zig Tausende ihr Leben lassen. Es stürzen voll besetzte Wolkenkratzer ein, ganze Straßenzüge werden ausgelöscht und halb Metropolis geht unter.

Natürlich wäre das bei einem Zweikampf zwischen Godzilla und King Kong nicht anders. Und natürlich hätte ich in diesem Fall auch keine Probleme damit. Aber wenn Godzilla Häuser einreißt und grauenvolle Schäden verursacht, ist das doch etwas anderes als wenn Superman das tut.

In den alten Superman-Filmen wäre das alles undenkbar gewesen. Superman hätte zunächst bei der Evakuierung geholfen. Vielleicht hätte er irgendeinen Luxusdampfer aus dem Meer geholt, alle hätte einsteigen können und wären in Sicherheit gebracht worden. Superman hätte wahrscheinlich sogar noch eine kleine Katze aus einer Baumkrone befreit. Dann hätte irgendein General in irgendein Funkgerät gesagt: "Metropolis ist nun evakuiert!" Und wir hätten gewusst: Jetzt können noch so viele Bauwerke einstürzen, niemand ist mehr in Gefahr. (Außer natürlich Lois Lane, die sich dem Evakuierungsbefehl natürlich widersetzt hätte, um aus erster Reihe berichten zu können, und die Superman am Ende hätte retten müssen.)

Superman versucht hier noch nicht einmal, die vielen Kollateralschäden zu mindern. Man kann natürlich einwenden, dass er dafür auch keine Zeit hatte und dass es schließlich darum ging, das Ende der gesamten Erde zu verhindern. Störend ist jedoch, dass all diese Katastrophen vollkommen unbeeindruckt hingenommen werden. Sogar als Superman aufgrund eines Wutanfalls eine Tankstelle zum Explodieren bringt, hat er noch nicht einmal für einen kurzen Moment Schuldgefühle. Erst am Ende rettet Superman eine Familie (um die er sich aus heiterem Himmel plötzlich Sorgen macht), und natürlich rettet er Lois Lane. All die gesichtslosen Toten interessieren ihn nicht.

Andere neue Elemente gefielen mir sehr. Ich mochte, dass die Regierung in Superman sofort einen Feind sieht. Es stehen eben nicht alle sofort applaudierend herum, weil da ein Außerirdischer mit unkontrollierbaren Superkräften herumfliegt. Denn das, was nicht kontrolliert werden kann, wird gefürchtet.

Mir gefiel auch, dass Superman es tragisch findet, zu einem Leben als Außenseiter verdammt zu sein. Und dass er unter all seinen Supersinnen leidet.

Lois Lane hingegen ist in diesem Film vollkommen überflüssig. Ich gestehe den Machern zu, dass sie sich sicher viele Gedanken darüber gemacht haben, wie man einen modernen Superman darstellen soll. Über Lois Lane jedoch scheint man sich offenbar gar keine Gedanken gemacht zu haben. Ihre einzige Funktion in dem Film scheint zu sein, sich die Vorgänge stellvertretend für den Zuschauer erklären zu lassen. Das, was sie in dem Film tut, hätte auch Jimmy Olson tun können. Vielleicht erhält sie ja im nächsten Film mehr Konturen. Das bedeutet übrigens nicht, dass ich all den Schwaflern da draußen, die einen darüber belehren, dass dies doch eine "Origin-Story" war und man deshalb erst einmal "abwarten" müsse, wie sich das "alles entwickelt", auch nur im Ansatz Recht geben möchte. Ich kann nämlich diese "ist doch eine Origin-Story, warte erst einmal ab"-Ausrede nicht mehr hören. "Man of Steel" ist ein verdammter Zweieinhalb-Stunden-Film, da wird es ja wohl möglich sein, eine Figur wie Lois Lane gut zu charakerisieren, ohne auf die Fortsetzung warten zu müssen.

Fazit: Mir gefällt "Man of Steel". Und ich finde den neuen Superman jetzt schon tausend mal interessanter als alls die "Dark Knight"-Batman-Versionen. Das "Superman"-Universum hat mehr Science-Fiction, mehr abgedrehte Action und härtere Gegner. Allein die geniale Szene, als Superman sich festnehmen lässt und mit den Menschen spricht, stellt alles in den Schatten, was ein grimmiger Bruce Wayne je hätte tun können. Daher freue ich mich schon auf die Fortsetzung.

Dienstag, 14. Mai 2013

"Shades of Grey"-Trekker

Damit hier kein Missverständnis aufkommt: Ich habe die "Shades of Grey"-Bücher nie gelesen, ich kenne nur grob die Inhalte aus all den Artikeln, die darüber geschrieben wurden.

Es kann also gut sein, dass ich hier Unsinn schreibe, weil die "Shades of Grey"-Bücher ganz anders sind. Aber bei dem, was ich über die "Shades of Grey"-Bücher weiß oder zu wissen glaube, erinnern mich einige "Star Trek"-Fans an die Hauptfigur dieser schlüpfrigen Buchreihe. Wie die Hauptfigur von "Shades of Grey" erleben auch die "Star Trek"-Fans angesichts des neuen "Star Trek"-Films einen dauernden Wechsel zwischen Liebeserklärungen und Peitschenhieben, so dass sie allmählich nicht mehr wissen, wo ihnen der Kopf steht.

Beim letzten Film glaubten diese Fans offenbar noch, all die Peitschenhiebe ignorieren zu können. So nach dem Motto: "Aber der Film sagt doch immer wieder, dass er mich liebt. Das mit der Peitsche war nur am Anfang so, das wiederholt sich beim nächsten Film bestimmt nicht wieder." (Und ja, ich rede von der neuen Zeitlinie, von der sinnfreien Feindschaft zwischen Kirk und Spock, die sich noch sinnfreier in einem erzählerischen Nichts auflöste, von der albernen Fantasy-Technik, von dem absurden Tod von Spocks Mutter und der überflüssigen Zerstörung der vulkanischen Heimatwelt.)

Mit dem aktuellen Film aber nimmt offenbar die Verwirrung zu. Peitschenhiebe und Liebeserklärungen wechseln noch immer und folgen dabei keinem nachvollziehbaren Muster.

Und nun haben die Trekker die gleiche Wahl wie die Hauptfigur aus "Shades of Grey". Sie können sich nämlich abwenden und die Beziehung beenden, weil sie erkennen, dass all die Liebesschwüre nur wertlose Lippenbekenntnisse sind, wenn man zugleich immer wieder den Hintern versohlt kriegt.

Oder sie erkennen, dass sie einfach noch nicht bereit sind, die Beziehung zu "Star Trek" zu beenden und entschließen sich, die Peitschenhiebe, die garantiert auch beim nächsten oder übernächsten Film nicht ausbleiben werden, tapfer zu ertragen. Den ganz masochistischen Fans mag es sogar gelingen, sich selbst einzureden, dass all diese sinnfreien Peitschenhiebe irgendwo "notwendig" sind und dass man sie irgendwo "verdient" hat, und dass all die berechtigten Klagen im Grunde nur wehleidiges Gejammer sind. Kluge Fans legen sich eine dicke Hornhaut zu, und gucken gleichgültig-gelassen dabei zu, wenn die Peitschen knallen, so nach dem Motto: "Da müssen wir halt durch."

Oder sie entschließen sich, komplette Vollidioten zu sein, die Augen vor der Realität zu verschließen und zu glauben, dass beim nächsten Film ganz sicher alles vollkommen anders sein wird. Diese Fans mögen sich in der trügerischen Hoffnung wiegen, dass der nächste Film originell, intelligent und durchdacht sein wird.

Samstag, 11. Mai 2013

Nitpicking: Licht in der Darkness

Den letzten "Star Trek"-Film zu nitpicken war witzlos. Nicht, weil er so viele Fehler enthielt, sondern deshalb, weil der Unfug aus Fantasy-Techniken und absurden Zufällen sich jeglichem Nitpicken entzog. Lieber nitpicke ich einen Micky-Maus-Cartoon

Wer sich doch für Nitpicks des letzten Film interessiert, dem sei das hier empfohlen: http://youtu.be/DiQ9piVgtWM

Aber wer jetzt glaubt, der aktuelle Film würde ungeschoren davonkommen, der hat sich geirrt. So ist es ja nun auch wieder nicht. Hier also die ersten 25 Nits, die mir beim ersten Betrachten in den Sinn kommen.

1. ENTERPRISE unter Wasser

Ich weiß nicht, ob es erklärt wurde, aber warum befand sich die ENTEPRISE zu Beginn des Films im Ozean des Planeten Niburu? Warum nicht im Orbit? (Es kann allerdings sein, dass es nötig war, sich dem Vulkan so gut es geht zu nähern, um Spock herausbeamen zu können.) Auf die faszinierenden Unterwasserfähigkeiten der ENTERPRISE gehe ich an dieser Stelle besser nicht ein.

2. Beamen

Das Thema "Beamen" ist im neuen Film ein Minenfeld; passend dazu der wirbelnde "Beam-Effekt". (Der mir übrigens nicht gefällt, er würde für mich eher zu einem Transport-Zauber aus "Harry Potter" passen.) Es ist erstaunlich, wie eingeschränkt der Transporter ist, wenn es doch zugleich bereits die Möglichkeit gibt, auf andere Planeten zu beamen. An dieser Stelle ist mir zum Beispiel nicht ganz klar, warum man Kirk und Pille, die sich auf der Flucht vor den Eingeborenen befinden, nicht in Sicherheit beamen konnte (zumal dann nicht, wenn die Eingeborenen außer Sichtweite waren).

3. Alle Offiziere sind schon da ...

Wenn irgendwo auf der Erde ein Terroranschlag geschieht, müssen sich alle höheren Offiziere (darunter auch ein gerade degradierter Kirk) im gleichen Raum einfinden? Zum einen erschien mir die Zahl der Anwesenden dafür doch ein wenig klein (da hätten ja Tausende kommen müssen), zum anderen ist das ja wohl der größte Schwachsinn, den ich je gehört habe!

4. Beamen Teil 2

Sorry, wenn dieser Gaul in diesem Blogeintrag weit über den Tod hinaus geprügelt wird, aber: John Harrison alias Khan besitzt die mehr als praktische Möglichkeit, auf andere Planeten zu beamen. Wieso nutzt er dann einen unfreiwilligen Selbstmordattentäter, um die Bombe in dem Londoner "Archiv" zu deponieren?

5. Beamen Teil 3

Warum greift John Harrison beim zweiten Mal mit einem kleinen Schiff an? Noch dazu nimmt er ein Schiff, bei dem es reicht, unter dem Konferenztisch Schutz zu suchen. Hat er keinen weiteren Selbstmordattentäter gefunden? Warum beamt er mit seinem Super-Transporter nicht einfach die Bombe in den Konferenzraum? Oder er beamt selbst rein, lässt die Bombe fallen und beamt wieder raus? Zu erwähnen ist, dass sich Harrison nur wenige Minuten später tatsächlich nach Qo'noS beamt.

6. Qo'noS

Warum beamt sich Harrison nach Qo'noS? Was will er ausgerechnet dort? Will er sich dort verstecken? Das hat er doch angesichts seiner Superkräfte und der mehr als praktischen Jumper-Technik kaum nötig, oder?

7. Beamen Teil 4

Wieso kann man Khan nicht auf gleichem Wege folgen? Schließlich beruht die neue Transporter-Supertechnik ja auf einer "Gleichung" von Scotty!

8. Mit Torpedos auf Spatzen

Damit hier kein Missverständnis entsteht: Zu diesem Zeitpunkt des Films denkt Kirk noch, John Harrison sei ein normaler Mensch. Dennoch erhält er den Befehl, den Mann vom Orbit aus mit Spezial-Torpedos unschädlich zu machen. Ist das nicht ein wenig übertrieben? Warum versenkt man das klingonische Sonnensystem nicht gleich in einem Fass Roter Materie?

9. Krieg mit den Klingonen

Angeblich kann die Sternenflotte dem guten John Harrison nicht folgen, weil es einen Krieg mit den Klingonen bedeuten würde, wenn die Sternenflotte den klingonischen Raum ansteuert. Was also tun? Nun, man fliegt einfach mit einem Sternenflottenschiff nach Qo'noS und bombardiert den Planeten mit irgendwelchen Spezialtorpedos. Häh??? Ist das nicht noch viel schlimmer als einfach nach Qo'noS zu fliegen und mit einem Außenteam zu versuchen, Harrison festzunehmen? Also, wenn die Klingonen nach dieser Aktion keinen Krieg wollen, dann weiß ich auch nicht.

10. Sektion 31

Das Dilemma ist klar. Irgendwie sollte man nach Qo'noS kommen, ohne dass die Klingonen dies als feindlichen Akt deuten. Zu blöd aber auch. Wenn man nur neben der Sternenflotte noch eine zweite Organisation hätte. Irgendeine geheime Organisation, sowas wie Sektion 31 zum Beispiel. Noch idealer wäre es natürlich, wenn diese Sektion 31 auch noch über ein eigenes Schiff verfügen würde, am besten eines, das noch stärker ist als die ENTERPRISE. So ein Schiff wie das, über das Admiral Marcus zum Beispiel verfügt. Ernsthaft: Wieso lässt sich die Sektion 31 hier überhaupt das Zepter aus der Hand nehmen? Gut, Marcus wollte der ENTERPRISE eine Falle stellen. Ist er der einzige, der in Sektion 31 etwas zu sagen hat?

11. Beamen Teil 5

Warum beamt man die Torpedos nicht in den Orbit des Planeten und feuert sie auf Khan? Wie gesagt: Alles was für das Superbeamen von Scotty notwendig ist, ist die korrekte Anwendung einer "Gleichung". (Gut, Admiral Marcus wollte das nicht, er hatte seine eigenen Pläne. Aber Kirk oder zumindest Spock hätten auf diese Idee kommen können.)

12. Chekov

Okay, der neue Chekov, die wohl knuddeligste "Star Trek"-Figur aller Zeiten, bekommt von mir alle nur denkbaren Freibriefe. Dennoch verlangt es das Protokoll: Chekov als Chef des Maschinenraums ist putzig, aber natürlich vollkommener Blödsinn. Ungefähr so blöd, wie wenn der beste Pilot der Sternenflotte während eines Notfalls ausgerechnet Deanna Troi sagt, sie soll das Steuer der ENTERPRISE übernehmen.

12. Klingonen sind auch nur Menschen

Noch einmal: Der ursprüngliche Plan war, in den Orbit von Qo'noS zu gelangen und dort Torpedos auf die Planetenoberfläche abzufeuern, um einen einzigen Terroristen unschädlich zu machen. Dabei wären sicher auch einige unschuldige Klingonen getötet worden. Es ist doch erstaunlich, dass sich gar niemand an diesem Plan zu stören scheint.

13. Logik und menschliche Neugier

Kirk steht für das Menschliche, Spock für den Verstand. Tragisch ist es, wenn beides versagt. Wieso bitte werden weder Kirk und noch Spock misstrauisch, was diese seltsamen Torpedos angeht. Wozu soll man überhaupt "Spezialtorpedos" benötigen, wenn man eine Person vom Orbit aus befeuern will?

13. Ohne Ehre

Als Uhura, die in der neuen Zeitlinie all ihre sympathische Ausstrahlung gegen einen klingonischen Sprachschnellkurs eingetauscht hat, mit den Klingonen spricht, sagt sie: "Dies ist ein Mann ohne Ehre." Aha! Offenbar weiß man doch einiges über die Klingonen und ihr Gefühl für Ehre. Hätte es wirklich keine Möglichkeit gegeben, auf diplomatischem Weg Kontakt aufzunehmen? Man hätte den Klingonen nur zu sagen brauchen, dass sich ein Verbrecher ohne Ehre auf ihrem Planeten befindet, und dass man froh wäre, wenn die Klingonen ihn zur Strecke bringen würden. Besser als ein Angriff mit Torpedos wäre es wohl gewesen!

14. Wie weit ist Qo'noS entfernt?

Wie weit ist Qo'noS eigentlich weg? Offenbar nicht sehr weit. Laut "Star Trek VI" ist Qo'noS im Betaquadranten, aber da Sulu mit voller Impulsgeschwindigkeit von dort zur Erde fliegen wollte, kann dieser Quadrant nicht sonderlich weit weg sein. In "Star Trek: Enterprise" hieß es, mit Warp 5 würde man Qo'noS in vier Tagen erreichen. Damit wäre Qo'noS nur zwei Lichtjahre entfernt, näher als jedes andere bekannte Sonnensystem. Im aktuellen "Star Trek"-Film hat man leider erneut den Eindruck, ein Flug nach Qo'noS wäre nicht viel aufwendiger als ein Flug zum Mars. Insbesondere beim Rückflug, als man plötzlich wieder im Sonnensystem ankommt, dauert anscheinend nur Minuten.

15. Was will Marcus

Die Motive von Admiral Marcus wechseln minütlich, so dass bereits das Nitpicken dem Kampf gegen eine glitschige Schlange gleicht. Wenn er so dringend auf einen Krieg aus ist, wieso will er dann den Tod von Khan und seinen Gefolgsleuten? Würden diese in einem Krieg nicht hilfreich sein?

16. Was will Khan?

Was wollte Khan eigentlich die ganze Zeit? Wenn sein Ziel die Rache an Marcus war, hat er sich denkbar dumm angestellt. Und wenn sein Ziel die Befreiung seiner 72 Gefährten war, wie glaubte er, warum hat er sie nicht befreit? Warum versteckt er sie in Torpedos? Das scheint mir ein denkbar ungünstiger Ort zu sein, um Menschen zu verstecken.

17. Ein guter Rat vom alten Spock

Der alte Spock wird allmählich ein wenig vergesslich. Er behauptet, Khan sei der schlimmste Gegner gewesen. Doch bei der ersten Begegnung mit Khan endete das Zusammentreffen friedlich. Khan war bereit, sich mit seinen Leuten auf einem neuen Planeten zurückzuziehen. Erst als dieser Planet sich in einen Wüstenplaneten verwandelte und sich sein selbst gewähltes Exil als Hölle entpuppte, war Khan auf Rache aus. Wenn also der alte Spock seinem jüngeren Ich einen wirklich guten Rat hätte geben wollen, wäre es richtiger gewesen zu sagen: "Khan ist eigentlich ganz vernünftig, aber setzt ihn nicht auf dem falschen Planeten aus. Dann wird er sauer!"

18. Jetzt wirds kompliziert

Ich gebe zu: Hier wird die Erinnerung an den Film vernebelt. Ich weiß nicht mehr, wer was wollte und warum was tat. Admiral Marcus will Alien-Völker unterjochen. Warum er und Khan nicht die besten Freunde sind, ist mir ein Rätsel. Stattdessen machen Kirk und Khan irgendwie gemeinsame Sache, doch dabei ermordet Khan ganz überraschend den ehemaligen Robocop. Warum wollen hier andauernd alle wahllos Leute umbringen? Khan die Sternenflotten-Offiziere, Marcus die Crew der ENTERPRISE ... Wenn man unbedingt einen Krieg mit Alienvölkern will, ist es nicht besonders sinnvoll, eines der stärksten Schiffe zu vernichten. Welches nebulöse Ziel Khan und Marcus auch immer haben mögen, beide kamen durch all die Tötungen keinem einzigen Ziel auch nur einen Zentimeter näher!

19. Einstellungstests bei Sektion 31 mangelhaft

Nachdem der gute Khan den geistig debilen Marcus umgebracht hat, übernimmt er das Kommando über das fremde Schiff. Einfach so! Allein!!! Das fremde Schiff, das so viel stärker ist als die ENTERPRISE, das aber von einer Einzelperson gesteuert werden kann. Und alle Leute befinden sich auch schön zum Niederknallen auf der Brücke. Aber es passt: Bereits zuvor war es Scotty ohne Probleme gelungen, auf dieses hochgeheime Schiff zu gelangen.


20. Immerhin sind wir Star Trek

Schon klar, schon klar. Wir sind "Star Trek", die Guten und so weiter. Aber warum rettet man die 72 hochgefährlichen Gefolgsleute von Khan, bevor man die Torpedos auf das Schiff von Marcus beamt? Ganz abgesehen davon, dass ich mir nicht vorstellen kann, wie man das so schnell hinbekommen hat: Warum eine hochgefährliche Spezies retten, die sich ohnehin - wegen ihrer Gefährlichkeit - seit 300 Jahren im Tiefschlaf befindet? Diese Art von Skrupel hätte man doch besser bei den Klingonen angewendet. Dafür aber tötet man eine Crew, die bei ihren Vorgesetzten (erst Marcus, dann Khan) einfach nur kein gutes Händchen hatte.

21. Jetzt auch das noch

Ich habe das doch richtig verstanden. Im letzten Film hat Scotty eine Gleichung entwickelt, mit der man auf andere Planeten beamen kann. Und in diesem Film entwickelt Pille ein Serum, das Strahlentote wieder lebendig werden lässt. Damit steht ja nun auch fest, dass die Crew im nächsten Film einen Jungbrunnen und in einem Nebenplot Gott finden wird!

22. Todesszene

Okay, Kirk spielt den Helden. Dafür geht er in die strahlenverseuchte Kammer. Doch warum beamt man ihn nicht wenigstens so schnell wie möglich wieder heraus? Bei einer Strahlung ist normalerweise auch die Dauer entscheidend, der man dieser Strahlung ausgesetzt ist. (Natürlich hätte man dann die bewegende Szene mit Spock nicht bringen können, und Strahlen haben in Superheldenfilmen oft positive Folgen. In diesem Fall hat sich halt nicht Kirk sondern Spock in den grünen Hulk verwandelt.)

23. Khaaaaan!

Wäre es nicht gut gewesen, Khan irgendwann mitzuteilen, dass seine Gefährten noch leben? Man hätte ein gutes Druckmittel gehabt, und er hätte vielleicht von seiner blinden Rache abgelassen.

24. Zelltod

Ich bin kein Experte für Leben und Tod, aber soweit ich informiert bin, geht es nicht darum, dass die Körperzellen lebendig sein müssen. Der Tod tritt ein, wenn es keine Gehirnaktivitäten mehr gibt. Kirks Körperzellen zu regenerieren hilft da gar nichts.

25. Beamen Teil 6

Vielleicht kann ja Sheldon mit einer neuen Gleichung aushelfen, aber ich sehe das doch richtig: Scotty entwickelt eine Gleichung, mit der man auf andere Planeten beamen kann. Im letzten Film konnte er damit sogar auf die ENTERPRISE beamen, die gerade per Warpflug unterwegs war. Und dennoch ist es noch immer nicht möglich, jemanden zu beamen, der seinen Arm in einer tickenden Zeitbombe stecken hat. Und ein "bewegtes" Objekt kann auch nicht gebeamt werden, zum Beispiel dann nicht, wenn man "Star Wars"-mäßig auf irgendeiner Plattform mit nicht vorhandenen Lichtschwertern gegen den Bad Guy kämpft.